Intimchirurgie

Intimchirurgie

Die ästhetische Intimchirurgie ist ein relativ junges Gebiet, das sich mit der Wiederherstellung oder Verbesserung des Aussehens und der Funktion der weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane beschäftigt. Dabei gelten die Bemühungen der verschiedenen in diesem Bereich tätigen Fächer (Plastische Chirurgie, Gynäkologie, Urologie, Dermatologie und Psychologie) vor allem der Behandlung von körperlichen oder psychischen Funktionsstörungen, die ein erfülltes Sexualleben beeinträchtigen. Die persönliche und gesellschaftliche Bedeutung dieser oft als peinlich empfundenen und schamhaft verschwiegenen Beschwerden wird allgemein unterschätzt und zudem durch oft abfällige Berichte der Medien, z.B. über die sog. "Designer-Vagina" in eine Ecke gedrängt, die eine unvoreingenommene Auseinandersetzung mit dem komplexen Thema verhindert und den seriösen medizinischen Behandlungsansätzen nicht gerecht wird. Daher sollen nachfolgend allgemeine Begriffe der ästhetischen weiblichen Genitalchirurgie erläutert werden.

Schamlippenverkleinerung (Labioplastik)
Hierunter versteht man eine Verkleinerung der kleinen bzw. inneren Schamlippen, wenn diese zu gross ausgebildet oder überdehnt sind. Neben der ästhetischen Beeinträchtigung können zu grosse innere Schamlippen (kleine Labien) zu funktionellen Beschwerden führen, wie mechanische Irritationen und Schmerzen beim Sport, Fahrradfahren oder in enger Kleidung sowie natürlich beim Geschlechtsverkehr. Auch ist die psychische Belastung mit der Entwicklung von Hemmungen und Komplexen gegenüber dem Partner als auch in anderen gesellschaftlichen Situationen (Schwimmbad, Sport) nicht zu vernachlässigen. Bei der Verkleinerung ist es wichtig, dass die inneren Schamlippen nicht einfach abgeschnitten bzw. amputiert werden, sondern lediglich verkleinert und geformt werden, um ein normales Aussehen und eine regelrechte Funktion zu erzielen. Hierbei kann im Einzelfall auch eine Verkleinerung oder Straffung der weiblichen Vorhaut (Präputium) sinnvoll sein, wobei auf eine ausreichende Bedeckung der Klitoris zu achten ist, da andernfalls eine unangenehme Überstimulierbarkeit derselben resultieren kann. Je nach Befund kann eine Vergrösserung der äusseren Schamlippen kombiniert werden.

Schamlippenvergrösserung (Labienaugmentation)
Hierunter versteht man die Vergrösserung der grossen bzw. äusseren Schamlippen (grosse Labien), die zu klein ausgebildet oder durch Alterung und krankhafte Prozesse zurückgebildet sein können. Die Vergrösserung des Schamlippenvolumens kann hierbei durch körpereigenes Material, vorwiegend die Injektion von Fettgewebe (Lipofilling), oder wenn dieses nicht vorhanden ist durch injizierbares Fremdmaterial (Hyaluronsäure) erzielt werden. Eine störende Lockerung des Gewebes mit Faltenbildung kann zudem durch eine Straffungsoperation behoben werden. Selten ist eine Verkleinerung der äusseren Schamlippen sinnvoll. Je nach Befund kann eine Verkleinerung der inneren Schamlippen kombiniert werden, wenn diese zu gross ausgebildet sind und unzureichend von den grossen Schamlippen bedeckt werden.

Venushügelkorrekur (Monsplastik)
Hierunter versteht man die Straffung oder Verkleinerung, selten auch eine Vergrösserung, des Schamhügels (Mons pubis), der durch Übergewicht, Gewichtsschwankungen oder Alterung erschlafft oder zu gross ausgebildet, seltener auch zurückgebildet sein kann. Verschiedene Behandlungsverfahren, wie die Hautstraffung, Fettabsaugung, Fettinjektion oder auch Injektion eine Füllmaterials (Filler) können hier zum Einsatz kommen, um eine störende Lockerung des Gewebes oder ein zu grosses oder seltener zu kleines Volumen des Schamhügels zu korrigieren. Je nach Befund kann eine Bauchstraffung oder auch eine Schamlippenkorrektur kombiniert werden.

G-Punkt Augmentation ("G-Shot")
Diese kontrovers diskutierte Methode soll die Stimulierbarkeit des sog. G-Punktes und hierdurch die Orgasmusfähigkeit der Frau erhöhen, indem eine Region der vorderen Scheidenwand mit Hyaluronsäure unterspritzt wird, um diese als G-Punkt bezeichnete Stelle beim Geschlechtsverkehr einer höheren mechanischen Reizung und sexuellen Stimulierbarkeit auszusetzten. Kontrovers ist diese Methode vor allem deshalb, weil der weitläufig bekannte G-Punkt bisher anatomisch nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte, was seine Existenz in Frage stellt. Nichts desto trotz besehen positive klinische Erfahrungen mit dem sog. "G-Shot", wie die Behandlung von David Mattlock, dem Begründer dieser Methode, tituliert wurde.

Vaginalstraffung (Vaginoplastik)
Hinter diesem allgemeinen Begriff verbergen sich unterschiedliche Behandlungsverfahren, die alle dem Ziel einer Verengung der Scheide dienen, wenn diese z.B. nach Geburten regelmässig überdehnt bzw. erweitert ist. Die Scheidenerweiterung kann zu einer verminderten mechanischen Reizung und somit sexuellen Stimulierbarkeit beim Geschlechtsverkehr führen. Eine leichte Scheidenerweiterung lässt sich minimal-invasiv mit dem Laser (CO2-Laser, Erbium-Laser) behandeln. Ausgeprägte Scheindenerweiterungen, wie sie nach Dammrissen oder Dammschnitten (Episiotomie) bei der Geburt oder durch Weichteilschwächen bzw. Alterungsprozesse auftreten, erfordern ggf. eine operative Scheidenraffung (Kolporaphie), wie sie auch zur Behandlung von Blasen- oder Mastdarmsenkungen bereits zur Anwendung kommt.

 
SPRECHSTUNDE
Die Konsultationen führe ich in deutscher oder englischer Sprache durch.

TERMINVEREINBARUNG
Sie erreichen uns von Montag bis Freitag zu folgenden Zeiten: 08:00 to 12.00 Uhr und 13.00 to 17.00 Uhr
Navigation
Weitere Informationen