Poformung – Brazilian Butt (Gluteoplastik)

Unter einer Gluteoplastik versteht man eine Korrektur der Gesässform durch Straffung und/oder Vergrösserung. Frauen mit dem Wunsch nach einem strafferen oder volleren Gesäss, mit einer Hautlockerung oder einem Volumenverlust im Gesässbereich können von einer Gesässstraffung oder Gesässvergrösserung profitieren. Die Veränderungen am Gesäss sind oft altersbedingt, können aber auch durch erbliche Faktoren, Gewichtsschwankungen und starke Gewichtsverluste verursacht sein.

Ist eine Gesässformung bei mir sinnvoll?

Eine Gesässformung kann bei Ihnen sinnvoll sein, wenn eine oder mehrere der folgenden Voraussetzungen vorliegen:

  • Sie wünschen sich einen strafferen oder volleren Po.
  • Der Po ist schlaff, flach oder hängend geformt.
  • Das Gesässvolumen ist ungenügend ausgebildet oder hat sich im Laufe der Zeit zurückgebildet.
  • An der unteren Gesässkontur hat sich ein Hautüberschuss in Form einer Falte gebildet.
  • Der Po ist asymmetrisch geformt.
  • Ihr Wohlbefinden und Selbstwertgefühl ist durch die Veränderungen am Gesäss beeinträchtigt.

Eine Gesässstraffung dient der Entfernung von lokalen Haut- und ggf. Fettgewebsüberschüssen am Gesäss, die sich durch andere Massnahmen nicht beseitigen lassen. Eine Gesässvergrösserung dient dem Volumenaufbau und der Schaffung einer volleren Gesässkontur. Beide Operationen sind grundsätzlich in jedem Alter möglich und können miteinander kombiniert werden, solange keine schweren Grunderkrankungen vorliegen, die das Operationsrisiko zu stark erhöhen. Voraussetzung für eine Gesässstraffung und Vergrösserung ist ein weitgehend stabiles Körpergewicht, da starke Gewichtsschwankungen das Operationsergebnis beeinträchtigen können. Ein geplanter Gewichtsverlust sollte daher vor einer Gesässstraffung oder Vergrösserung berücksichtigt werden. Ein erhebliches Übergewicht kann eine Kontraindikation für eine Gesässstraffung sein bzw. das Operationsrisiko deutlich erhöhen und das zu erwartende Ergebnis beeinträchtigen.

Wie wird eine Gesässformung geplant?

Voraussetzung für eine erfolgreiche Operation ist eine sorgfältige Planung. Diese beginnt mit Ihrem persönlichen Beratungsgespräch in der AARE KLINIK. Für Ihren Operateur ist es hilfreich, Ihre Wünsche, Vorstellungen und Erwartungen an die Operation zu erfahren, um Ihnen eine realistische Vorstellung von den Möglichkeiten und Grenzen des Eingriffes vermitteln zu können.

Das Gesäss und die umliegenden Körperregionen werden im Stehen untersucht, wobei die Festigkeit und Elastizität der Haut, der Hautüberschuss und die Dicke des Fettgewebes ermittelt werden. Während der körperlichen Untersuchung werden Messungen durchgeführt und digitale Fotografien erstellt, die anschliessend der objektiven Analyse Ihrer Gesäss- und Körperkontur am Bildschirm und der Operationsplanung dienen.

Aus den Ergebnissen der körperlichen Untersuchung und Bildanalyse leitet sich die Empfehlung eines geeigneten Behandlungsverfahrens ab. Gemeinsam mit Ihnen wird ein individueller Behandlungsplan erstellt, der neben der Gesässstraffung z.B. auch eine zusätzliche Fettabsaugung oder auch Gesässvergrösserung umfassen kann. Sämtliche Risiken und Komplikationsmöglichkeiten des Eingriffs werden mit Ihnen besprochen und die vereinbarte Operation auf einem Planungsbogen dokumentiert.

Für die Planung der Operation benötigen wir von Ihnen Angaben über Ihre medizinische Vorgeschichte (Vorerkrankungen und Voroperationen), aktuelle Krankheiten (hoher Blutdruck, Diabetes, Schilddrüsenfunktionsstörungen), Allergien oder Unverträglichkeiten sowie mögliche Medikamenteneinnahmen. Diese dienen der Einschätzung des Operations- und Narkoserisikos. Bitte bringen Sie alle aktuellen und wichtigen medizinischen Befunde zur Besprechung mit.

Wenn Sie in absehbarer Zeit eine wesentliche Gewichtsabnahme planen, sollte dies bei der Planung einer Gesässformung berücksichtigt werden, da hierdurch das Operationsergebnis wesentlich beeinträchtigt werden kann. Es ist daher meist sinnvoll, die Stabilisierung des Gewichtes abzuwarten.

Wie wird eine Gesässformung durchgeführt?

Individuelle Faktoren und persönliche Präferenzen bestimmen die Wahl des Operationsverfahrens zur Verbesserung der Gesässkontur. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Straffungen des Gesässes mit oder ohne Fettabsaugung und Vergrösserungen (Augmentationen) des Gesässes mit Implantaten oder körpereigenem Fettgewebe (Lipofilling/Dermisfettlappen).

1. Gesässstraffung (Gluteoplastik)
Bei der Gesässstraffung wird überschüssige Haut, meist an der oberen Gesässgrenzen, seltener an der Unterpofalte entfernt, und die Gesässhaut angehoben und gestrafft. Überschüssige Fettdepots am Gesäss oder den angrenzenden Regionen (Hüften/Oberschenkel) können in der gleichen Sitzung durch eine Fettabsaugung entfernt werden, oder aber fehlendes Gesässvolumen durch ein Silikonimplantat oder mittels Eigenfettinjektion (Lipofilling) oder eine Dermisfettlappenplastik ersetzt werden.

2. Gesässvergrösserung mit Eigenfettinjektion (Lipomodeling)
Bei dieser Technik wird überschüssiges Fettgewebe an anderen Regionen, wie z.B. dem Bauch, Hüften oder Oberschenkeln, verwendet, um das Gesäss zu Vergrössern oder zu Formen. Die Entfernung der Fettdepots an diesen Stellen trägt gleichzeitig zu einer insgesamt besseren Körperkontur bei.

Das überschüssige Fettgewebe wird an den jeweiligen Stellen abgesaugt, speziell aufbereitet und dann mit feinen Kanülen in das Fettgewebe und die Muskulatur am Gesäss injeziert, um das Gesässvolumen zu steigern, den Po zu formen oder Konturunregelmässigkeiten auszugleichen.

Der Vorteile des Eigenfettgewebes ist, dass es sich um körpereigenes Gewebe handelt, das oft in ausreichender Menge Verfügung steht und nicht die Risiken eines Fremdkörpers birgt sowie eine gute Modellierbarkeit besitzt.

3. Gesässvergrösserung mit Silikonimplantaten (Glutealaugmentation)
Silikonimplantate sind vor allem dann sinnvoll, wenn an anderen Körperstellen nicht genügend körpereigenes Fettgewebe für eine ausreichende Vergrösserung des Gesässvolumens vorhanden ist. Der Vorteil dieser Technik besteht in der exakten Planbarkeit und der Formstabilität der Gesässimplantate, die heute meist in den Gesässmuskel eingebracht werden. Implantate unterschiedlicher Form, Grösse und Projektion stehen zur Verfügung und können in der präoperativen Planung entsprechend den individuellen Bedürfnissen des Patienten ausgewählt werden. Auch hier kann eine Fettabsaugung der Oberschenkel oder Hüften kombiniert werden, um eine bestmögliche harmonische Kontur zu erzielen.

4. Gesässvergrösserung mit Dermisfettlappen (Gluteoplastik)
Insbesondere bei Patienten nach massivem Gewichtsverlust können Dermisfettlappen verwendet werden, um gleichzeitig eine Hautstraffung und eine Vergrösserung des Gesässes mit körpereigenem Gewebe zu erzielen. Nach der Entfernung des Hautüberschusses wird das darunter gelegene Fettgewebe mitsamt seiner Gefässversorgung verwendet, um das Gesässvolumen aufzubauen. Anders als beim Lipofilling handelt es sich hierbei um durchblutetes Fettgewebe, das eine höhere Überlebensrate hat als injeziertes Fettgewebe. Die Position der Narben ist wie bei der einfachen Gesässstraffung meist an den oberen Grenzen der Gesässkontur.

Eine Gesässformung erfolgt in der Regel in Vollnarkose ambulant in der Praxis oder im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes. Die Operation dauert meist 2-3 Stunden. Teilweise werden Drainageschläuche am Ende der Operation eingebracht, die Blut und Wundsekret aus der Wunde ableiten und nach wenigen Tagen entfernt werden.

Welche Risiken hat eine Gesässformung?

Gesässstraffungen und Vergrösserungen sind häufige Operationen die von plastischen Chirurgen durchgeführt werden. Bei korrekter Indikationsstellung und Durchführung sind schwere Komplikationen, wie Infektionen, Wundheilungsstörungen oder Durchblutungsstörungen des Gesässgewebes selten. Im Einzelfall können sie jedoch eine längere Nachbehandlung oder erneute Operation erfordern. Deshalb werden Sie im Beratungsgespräch über sämtliche Risiken und möglichen Komplikationen informiert.

Zu den leichteren Komplikationen, die meist folgenlos ausheilen, zählen Blutergüsse (Hämatome), Wundflüssigkeitsansammlungen (Serome) und Schwellungen. Sie können jedoch wiederholte Punktionen erfordern, die ambulant in der Praxis durchgeführt werden. Ausgeprägte Blutergüsse müssen jedoch teilweise operativ entfernt werden, um die weitere Wundheilung nicht zu gefährden. Gefühlsstörungen der Gesässhaut treten gelegentlich auf, sind aber meist nur vorübergehend.

Das Risiko von schwereren Komplikationen, wie Durchblutungsstörungen der Gesässhaut und Wundheilungsstörungen entlang der Naht, ist bei Rauchern oder Patienten mit chronischen Erkrankungen, wie Diabetes, erhöht. Auch Kombinationseingriffe steigern das Komplikationsrisiko.

Bei der Verwendung von Silikonimplantaten sind Infektionen, Vernarbungen oder Defekte der Implantate möglich, die in schweren Fällen ihre Entfernung erfordern können.

Im Einzelfall kann eine erneute Operation sinnvoll sein, um Komplikationen, wie ausgedehnte Blutergüsse oder Wundheilungsstörungen, zu behandeln.

Allgemeine Risiken des operativen Eingriffs sind:

  • Hämatom (Bluterguss), Blutung und Schwellung
  • Serom (Ansammlung von Wundsekret)
  • Wundheilungsstörung oder -infektion
  • Nahtdehiszenz (Auseinanderweichen der Nähte)
  • Verletzung von Nerven oder Gefässen
  • Taubheitsgefühl (vorübergehend oder permanent)l im Operationsgebiet
  • Durchblutungsstörung der Gesässhaut
  • Narben
  • Leichte Asymmetrie
  • Implantatkomplikationen (Infektion, Vernarbung, Defekt)
  • Korrekturoperationen
  • Thrombose, ggf. Embolie

Insgesamt ist die Gesässformung in der Hand des erfahrenen Plastischen Chirurgen ein sicherer, komplikationsarmer Eingriff mit hoher Patientenzufriedenheit. Sie können dabei mithelfen bestimmte Risiken zu minimieren, indem Sie die Verhaltensregen befolgen, die wir Ihnen vor und nach der Operation empfehlen.

Wie verhalte ich mich vor der Operation?

Unser Ziel ist es Ihnen die Operation selbst als auch die Zeit davor und danach so angenehm wie möglich zu gestalten. Durch einige Verhaltensregeln können Sie uns und sich hierbei unterstützen.

So ist es für Raucherinnen ratsam das Rauchen 2 Wochen vor und nach der Operation einzustellen, da Rauchen die Wundheilung beeinträchtigen kann. Bestimmte Medikamente, die das Risiko von Blutungen erhöhen, wie Aspirin, nicht-steroidale Entzündungshemmer sowie einige Vitaminpräparate und homöopathische Mittel sollten ebenfalls 2 Wochen vor der Operation abgesetzt werden. Sie erhalten hierzu von uns vor der Operation genaue Instruktionen.

Gesässformungen können teilweise ambulant in Narkose durchgeführt werden. Wenn dies der Fall ist sollten Sie sicherstellen, dass Sie nach der Operation abgeholt und zuhause über die nächsten 24 Stunden betreut werden können. Bei bestimmten Vorerkrankungen oder Kombinationseingriffen kann die stationäre Behandlung im Spital mit Übernachtung sinnvoll sein. Dies ist z.B. der Fall, wenn eine Gesässvergrösserung mit anderen Eingriffen, wie umfangreichen Fettabsaugungen oder Straffungen kombiniert wird.

Wie verläuft der Operationstag?

Die Gesässformung wird meist ambulant oder kurzstationär in der AARE KLINIK durchgeführt. Im Einzelfall, z.B. bei bestimmten Vorerkrankungen oder aus persönlichen Gründen, kann eine stationäre Behandlung im Privatspital sinnvoll sein.

Während der Operation erhalten Sie zu Ihrem Wohlbefinden verschiedene Medikamente. In der Regel wird eine Gesässformung in Narkose, selten in Lokalanästhesie mit Sedierung durchgeführt. Zu Ihrer Sicherheit werden während der Operation die Herzfrequenz, der Blutdruck, Puls und Sauerstoffgehalt im Blut auf Monitoren überwacht.

Am Ende der Operation werden bei Gesässstraffungen oft Wunddrainagen eingelegt, um die Ansammlung von Blut und Wundsekret in der Wunde zu vermeiden. Zusätzlich zum Wundverband wird ein Bauchgurt angelegt, der die Wunde ruhigstellt und die Schwellung mindert.

Nach der Operation werden Sie in den Aufwachraum gebracht und dort weiterhin überwacht, bis Sie vollständig wach sind und aufstehen können. Bereits nach wenigen Stunden dürfen Sie in Begleitung nach Hause. Sollten Sie stationär im Spital operiert werden, so bringt man Sie vom Aufwachraum auf die Bettenstation, wo Sie bis zum nächsten Tag bleiben. Bereits am Operationstag sollten Sie in der Lage sein regelmässig aufzustehen und einige Minuten zu gehen, um das Risiko einer Thrombose zu minimieren. Die Schmerzen nach einer Gesässformung sind meist gering und mit einem starken Muskelkater zu vergleichen. Sie sind mit leichten abschwellend wirkenden Schmerzmitteln gut zu behandeln, die Sie in den ersten Tagen zuhause weiter einnehmen können.

Nach ambulanten Narkosen sollten Sie von einer Person nach Hause gebracht und dort in den ersten 24 Stunden kontinuierlich betreut werden. Diese Person erhält von uns alle notwendigen Instruktionen für Ihre Nachbetreuung sowie Verhaltensregeln im Falle von Komplikationen oder unerwarteten Ereignissen. Auf Wunsch bieten wir Ihnen in der AARE KLINIK eine kurzstationäre Nachbetreuung durch eine examinierte Pflegekraft im Einzelzimmer an.

Was passiert nach der Operation?

Es ist wichtig zu wissen, dass die Erholungszeit nach jeder Operation individuell variiert. In den ersten Tagen nach der Gesässformung sollten Sie sich körperlich schonen und nicht auf dem Gesäss liegen oder sitzen. Sie sollten ab dem ersten Tag nach der Operation regelmässig aufstehen und kurze Strecken gehen, um der Gefahr einer Thrombose vorzubeugen. Sie erhalten zur Thromboseprophylaxe zusätzlich blutverdünnende Spritzen. Auch wenn Sie anfangs noch Beschwerden beim Gehen haben sollten Sie dauerhaftes Liegen während den ersten Tagen vermeiden. In der Regel müssen Sie über einige Tage auf dem Bauch oder allenfalls der Seite schlafen. Nehmen Sie nur die Ihnen verordneten Schmerzmittel und kein Medikamente die Aspirin oder andere gerinnungshemmende Substanzen enthalten. Tragen Sie das Ihnen angepasste Kompressionsmieder kontinuierlich tagsüber und nachts.

In den ersten 2-5 Tagen nach dem Eingriff kann ein Spannungsgefühl und leichter Wundschmerz in der Gesässregion auftreten. Nehmen Sie deshalb die Ihnen verordneten Schmerzmittel ein. Häufig besteht anfangs noch ein Taubheitsgefühl der Haut im Gesässbereich und an der Rückseite der Oberschenkel. Dieses ist meist nur vorübergehend. Es kann jedoch Wochen bis Monate, in Einzelfällen auch länger dauern, bis sich das Gefühl normalisiert. Leichte Schwellungen und Blutergüsse am Gesäss bilden sich meist innerhalb von 2-3 Wochen zurück. In der Regel sind Sie ein bis zwei Tage nach der Operation auf den Beinen und können die meisten Ihrer täglichen Aktivitäten wieder ausüben. Die Verbände und ggf. Wunddrainagen werden in den ersten Tagen nach der Operation entfernt, wonach Sie wieder normal Duschen können. Auf Vollbäder wie auch übermässige Wärme (z.B. Sauna) sollten Sie hingegen mehrere Wochen verzichten, bis sich alle Schwellungen zurückgebildet haben. Die meisten Hautnähte lösen sich von selber auf und müssen nicht entfernt werden. Nicht-auflösbare Nähte werden nach einer Woche entfernt.

Nach Entfernung der Hautnähte empfehlen wir den Beginn einer intensiven Haut- und Narbenpflege mit rückfettenden Hautsalben und leichter Massage. Im Einzelfall kann eine spezielle Nachbehandlung mit Silikongel oder Silikonpflastern über 2-3 Monate sinnvoll sein. Die frischen Narben sollten über mindestens 6 Monate keiner UV-Strahlung ausgesetzt werden, um eine verstärkte Pigmentierung zu verhindern.

Tätigkeiten, die längeres Sitzen erfordern, können meist nach 2-3 Wochen wieder ausgeübt werden. Sie sollten jedoch über insgesamt 4-6 Wochen ein Kompressionsmieder tragen und körperlich anstrengende und sportliche Aktivitäten über einige Wochen vermeiden.

Nach der Operation werden Sie in regelmässigen Abständen in der Praxis nachuntersucht und der Heilungsfortschritt beurteilt bis das endgültige Operationsergebnis erreicht ist.

Wann sieht man das endgültige Operationsergebnis?

Nach der Operation können Schwellungen und Blutergüsse noch einige Zeit anhalten. Der Heilungsprozess verläuft allmählich und es braucht mehrere Monate bevor das Operationsergebnis abschliessend beurteilt werden kann. Narben können anfangs gerötet und geschwollen sein oder dunkler pigmentiert erscheinen. Oft verschlechtert sich ihr Aussehen sogar nach einigen Wochen, bevor sie flacher und blasser werden. Wulstige (hypertrophe) Narben können im Einzelfall eine Nachbehandlung mit speziellen Silikonauflagen und Kortisoninjektionen erfordern.

Eine Gesässstraffung und/oder Vergrösserung (Gluteoplastik) dient einer Verbesserung der Gesässform und Körperkontur. Sie kann das eigene Wohlbefinden und Selbstwertgefühl steigern und das Tragen bestimmter Kleidung erleichtern. Die initial geröteten und gut sichtbaren Narben blassen mit der Zeit ab. Dennoch können Narben dauerhaft sichtbar bleiben, auch wenn sie nur noch als zarte Linien zu erkennen sein können. Vorteilhaft ist, dass die Narben nach Gesässformungen in der Regel vollständig durch die Kleidung verdeckt werden und z.B. bei der Eigenfettinjektion am Gesäss nicht oder kaum sichtbare Narben verbleiben.

Das Ergebnis einer Gesässformung ist in der Regel lang anhaltend. Jedoch können der Alterungsprozess als auch Gewichtsschwankungen, Schwangerschaft und Lebensstil das Ergebnis beeinflussen.

Was kostet eine Gesässformung?

Eine Gluteoplastik ist in der Regel ein ästhetischer Eingriff der nicht von der Krankenkasse bezahlt wird. Eine Ausnahme bildet ein erheblicher Hautüberschuss mit starker Hautfaltenbildung nach massivem Gewichtsverlust, wenn dieser zu funktionellen Beschwerden, wie chronischen Infektionen, Schmerzen oder einer mechanischen Behinderung führt. Die Kosten einer medizinisch indizierten Gluteoplastik werden nach vorheriger Kostengutsprache im Einzelfall von der Krankenkasse übernommen. Die Entscheidung, ob eine Gluteoplastik als Pflichtleistung von der Krankenkasse anerkannt und bezahlt wird obliegt nach Empfehlung des Vertrauensarztes im Einzelfall der Krankenkasse.

Bei ästhetischer Indikation müssen die Behandlungskosten von der Patientin selber getragen werden. Die Kosten für eine ästhetisch indizierte Gesässformung sind variabel und vor allem abhängig vom Aufwand der Operation, der Verwendung eines Gesässimplantates und der Einrichtung in der die Operation durchgeführt wird (Praxis-OP oder Spital). Ein genauer Kostenvoranschlag kann daher erst nach einem persönlichen Beratungsgespräch erstellt werden.

Die Kosten setzen sich zusammen aus:

  • Operationshonorar (inkl. Vorbesprechung und Nachsorge)
  • Anästhesiehonorar
  • Technische Leistung (Praxis/Spital)
  • Ggf. Spitalaufenthalt
  • Ggf. Gesässimplantat
  • Miederhose
  • Medikamente
  • Ggf. Diagnostik (Labor, EKG, etc.)

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