Oberarmstraffung (Brachioplastik)

Bei einer Oberarmstraffung (Brachioplastik) wird überschüssiges Haut- und Fettgewebe am Oberarm entfernt und die Haut gestrafft. Mit dem Alterungsprozess kann es zu einer Hautlockerung und Faltenbildung an den Oberarmen kommen, was insbesondere von Frauen oft als störend empfunden wird und die Wahl der Kleidung einschränken kann. Hautlockerungen an den Oberarmen können auch nach starken Gewichtsschwankungen oder Gewichtsverlusten auftreten, die im Extremfall zu flügelartigen Hautfalten führen können. Weiterhin kann eine Straffung sinnvoll sein, wenn die Haut an den Oberarmen durch überschüssige Fettdepots überdehnt wurde. Eine Oberarmstraffung verbessert die Armkontur und oft auch den Sitz der Kleidung und erleichtert somit die Kleiderwahl.

Ist eine Oberarmstraffung bei mir sinnvoll?

Eine Oberarmstraffung kann bei Ihnen sinnvoll sein, wenn eine oder mehrere der folgenden Voraussetzungen vorliegen:

  • Sie leiden unter Hautfalten oder Hautüberschüssen an den Oberarmen.
  • Nach Gewichtsschwankungen ist die Haut an den Oberarmen erschlafft und weist Dehnungsstreifen auf.
  • Durch überschüssiges Haut- und Fettgewebe erhalten die Oberarme ein flügelartiges Aussehen (insbesondere nach massivem Gewichtsverlust).
  • Der Hautüberschuss an den Oberarmen ist funktionell oder optisch störend.
  • Sie sind bereit auch lange Narben zu akzeptieren, um eine bessere Kontur und straffere Haut an den Oberarmen zu erzielen.
  • Ihr Wohlbefinden und Selbstwertgefühl ist durch die lockere oder überschüssige Oberarmhaut beeinträchtigt.

Eine Oberarmstraffung kann in jedem Alter und bei einer Vielzahl von Patientinnen durchgeführt werden, angefangen bei normalgewichtigen Patientinnen mit altersbedingter Hautlockerung und Faltenbildung an den Oberarm, die eine einfache Hautstraffung wünschen. Häufig wird der Eingriff bei Patientinnen nach starken Gewichtsverlusten durchgeführt, bei denen verbliebene Hautüberschüsse und teilweise auch Fettdepots an den Oberarmen entfernt werden, um die Form und Funktion wieder herzustellen. Gerade bei letzteren Patientinnen ist ein stabiles Körpergewicht eine günstige Voraussetzung für einer Oberarmstraffung. Gelegentlich kann eine Oberarmstraffung auch bei einem Übergewicht sinnvoll sein, wenn schwere Fettdepots und Hautfalten die Bewegung einschränken.

Wie wird meine Oberarmstraffung geplant?

Voraussetzung für eine erfolgreiche Operation ist eine sorgfältige Planung. Diese beginnt mit Ihrem persönlichen Beratungsgespräch in der AARE KLINIK. Für Ihren Operateur ist es hilfreich, Ihre Wünsche, Vorstellungen und Erwartungen an die Operation zu erfahren, um Ihnen eine realistische Vorstellung von den Möglichkeiten und Grenzen des Eingriffes vermitteln zu können.

Während der körperlichen Untersuchung werden Messungen durchgeführt und digitale Fotografien erstellt, die der objektiven Analyse des Befundes am Bildschirm und der Operationsplanung dienen. Wichtig für die Planung sind die Hautqualität, das Ausmass des Hautüberschusses, Dehnungsstreifen (Striae distensae) und vorbestehende Narben sowie zusätzliche Fettgewebsüberschüsse an den Armen. Diese individuellen Faktoren und Ihre persönlichen Wünsche helfen bei der Wahl der geeigneten Operationstechnik und der Position der Hautschnitte und daraus resultierenden Narben. Gemeinsam mit Ihnen wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Sämtliche Risiken und Komplikationsmöglichkeiten des Eingriffs werden mit Ihnen besprochen und die vereinbarte Operation auf einem Planungsbogen dokumentiert.

Für die Planung der Operation benötigen wir von Ihnen Angaben über Ihre medizinische Vorgeschichte (Vorerkrankungen und Voroperationen), aktuelle Krankheiten (hoher Blutdruck, Diabetes, Schilddrüsenfunktionsstörungen), Allergien oder Unverträglichkeiten sowie mögliche Medikamenteneinnahmen. Diese dienen der Einschätzung des Operations- und Narkoserisikos. Bitte bringen Sie alle aktuellen und wichtigen medizinischen Befunde zur Besprechung mit.

Wie wird eine Oberarmstraffung durchgeführt?

Bei Patientinnen mit geringem Fettgewebsüberschuss und ohne Hautüberschuss kann eine Fettabsaugung (Liposuction) alleine zu einem guten Ergebnis führen.
Bei geringfügigem Hautüberschuss nahe der Achselhöhle kann eine horizontale Hautstraffung durchgeführt werden, die nur mit einer kurzen quer verlaufenden Narbe in der Achselhöhle verbunden ist.
Bei mässigem bis starken Hautüberschuss ist eine Hautstraffung in vertikaler Richtung erforderlich, wobei die Schnittführung in Längsrichtung auf der Innenseite des Oberarms verläuft und von der Achselhöhle bis zum Ellenbogen reicht.
Insbesondere bei Patientinnen nach massivem Gewichtsverlust mit starkem Hautüberschuss und evtl. zusätzlichen Fettgewebsüberschüssen kann es erforderlich sein, die Straffung über die Achselhöhle bis auf die seitliche Brustwand auszudehnen.

Die genaue Position der Narben ist individuell variabel und richtet sich nach dem bevorzugten Kleidungsstil und persönlichen Präferenzen. Hierbei müssen die Vorteile einer besseren Armkontur gegen die Nachteile einer längeren Narbe im Einzelfall abgewogen werden. Während sich die quere Narbe in der Achselhöhle in der Kleidung meist gut verdecken lässt, ist die längs verlaufende Narbe bei kurzärmeliger Bekleidung exponiert, was das Tragen von kurzen Tops oder ausgeschnittenen Kleidern beeinträchtigen kann.

Je nach Befund kann die Kombination der Oberarmstraffung mit einer Fettabsaugung sinnvoll sein, um eine optimale Kontur zu erzielen.

Eine Oberarmstraffung erfolgt je nach dem Ausmass der Operation in Lokalanästhesie oder Vollnarkose ambulant in der Praxis oder im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes. Die Operation dauert meist 1-2 Stunden. Gelegentlich werden Drainageschläuche am Ende der Operation eingebracht, die Blut und Wundsekret aus der Wunde ableiten und nach wenigen Tagen entfernt werden.

Welche Risiken hat die Oberarmstraffung?

Bei korrekter Indikationsstellung und Durchführung sind schwere Komplikationen, wie Infektionen, Wundheilungsstörungen oder Durchblutungsstörungen der Haut nach Oberarmstraffungen selten. Im Einzelfall können sie jedoch eine längere Nachbehandlung oder erneute Operation erfordern. Deshalb sollte jede Patientin über sämtliche Risiken und möglichen Komplikationen informiert werden, am besten im Rahmen eines persönlichen Beratungsgesprächs.
Zu den leichteren Komplikationen, die meist folgenlos ausheilen, zählen Blutergüsse (Hämatome), Wundfüssigkeitsansammlungen (Serome) und Schwellungen. Ausgeprägte Blutergüsse können die operative Entfernung erforderlich machen. Gefühlsstörungen der Oberarmhaut treten gelegentlich auf, sind aber meist nur vorübergehend.

Allgemeine Risiken des operativen Eingriffs sind:

  •        Hämatom (Bluterguss), Blutung und Schwellung
  •        Serom (Ansammlung von Wundsekret)
  •        Wundheilungsstörung oder -infektion
  •        Nahtdehiszenz (Auseinanderweichen der Nähte)
  •        Verletzung von Nerven oder Gefässen
  •        Taubheitsgefühl (vorübergehend oder permanent)l im Operationsgebiet
  •        Durchblutungsstörung der Oberarmhaut
  •        Schwellung der Hände
  •        Narben
  •        Leichte Asymmetrie
  •        Korrekturoperationen
  •        Thrombose/Embolie

Insgesamt ist die Oberarmstraffung in der Hand des erfahrenen Plastischen Chirurgen ein sicherer, komplikationsarmer Eingriff mit hoher Patientenzufriedenheit. Sie können dabei mithelfen bestimmte Risiken zu minimieren, indem Sie die Verhaltensregen befolgen, die wir Ihnen vor und nach der Operation empfehlen.

Wie verhalte ich mich vor der Operation?

Unser Ziel ist es Ihnen die Operation selbst als auch die Zeit davor und danach so angenehm wie möglich zu gestalten. Durch einige Verhaltensregeln können Sie uns und sich hierbei unterstützen.
So ist es für Raucherinnen ratsam das Rauchen 2 Wochen vor und nach der Operation einzustellen, da Rauchen die Wundheilung beeinträchtigen kann. Bestimmte Medikamente, die das Risiko von Blutungen erhöhen, wie Aspirin, nicht-steroidale Entzündungshemmer sowie einige Vitaminpräparate und homöopathische Mittel sollten ebenfalls 2 Wochen vor der Operation abgesetzt werden. Sie erhalten hierzu von uns vor der Operation genaue Instruktionen.

Oberarmstraffungen können häufig ambulant in Lokalanästhesie mit Dämmerschlaf (Analgosedierung) oder Narkose durchgeführt werden. In diesem Fall sollten Sie sicherstellen, dass Sie nach der Operation abgeholt und zuhause über die nächsten 24 Stunden betreut werden können. Bei bestimmten Vorerkrankungen kann im Einzelfall die stationäre Behandlung im Spital mit Übernachtung sinnvoll sein.

Wie verläuft der Operationstag?

Eine Oberarmstraffung wird meist ambulant oder kurzstationär in der AARE KLINIK durchgeführt. Bei bestimmten Vorerkrankungen oder aus persönlichen Gründen kann im Einzelfall die Behandlung im Privatspital sinnvoll sein.

Während der Operation erhalten Sie zu Ihrem Wohlbefinden verschiedene Medikamente. Je nachdem, ob der Eingriff in Lokalanästhesie, Analgosedierung oder Narkose durchgeführt wird, werden zu Ihrer Sicherheit während der Operation die Herzfrequenz, der Blutdruck, Puls und Sauerstoffgehalt im Blut auf Monitoren überwacht.

Am Ende der Operation werde die Arme verbunden, ggf. Kompressionsärmel angelegt und die Arme erhöht gelagert. Sie werden in den Aufwachraum gebracht und dort nach einer Narkose weiterhin überwacht, bis Sie vollständig wach sind und aufstehen können. Bereits nach wenigen Stunden dürfen Sie wieder nachhause. Sollten Sie stationär im Spital operiert werden, so bringt man Sie vom Aufwachraum auf die Bettenstation, wo Sie bis zum nächsten Tag bleiben. Bereits am Operationstag sollten Sie in der Lage sein regelmässig aufzustehen und einige Minuten zu gehen, um das Risiko einer Thrombose zu minimieren. Die Schmerzen nach einer Oberarmstraffung sind meist gering und mit leichten abschwellend wirkenden Schmerzmitteln gut zu behandeln, die Sie in den ersten Tagen zuhause weiter einnehmen können.

Nach ambulanten Narkosen sollten Sie von einer Person nachhause gebracht und dort in den ersten 24 Stunden kontinuierlich betreut werden. Diese Person erhält von uns alle notwendigen Instruktionen für Ihre Nachbetreuung sowie Verhaltensregeln im Falle von Komplikationen oder unerwarteten Ereignissen. Auf Wunsch bieten wir Ihnen in der AARE KLINIK eine kurzstationäre Nachbetreuung durch eine examinierte Pflegekraft im Einzelzimmer an.

Was passiert nach der Operation?

Es ist wichtig zu wissen, dass die Erholungszeit nach jeder Operation individuell variiert. In den ersten Tagen nach der Oberarmstraffung sollten Sie sich körperlich schonen und die Arme nicht übermässig bewegen sowie nicht schwer heben. In der Regel müssen Sie über einige Tage auf dem Rücken schlafen und die Arme leicht erhöht lagern. Tragen sie, wenn verordnet, die Kompressionsärmel konsequent über 4-6 Wochen. Nehmen Sie nur die Ihnen verordneten Schmerzmittel und kein Medikamente die Aspirin oder andere gerinnungshemmende Substanzen enthalten. Körperlich anstrengende und sportliche Aktivitäten sollten Sie über einige Wochen vermeiden.

In den ersten 5-7 Tagen nach dem Eingriff kann ein Spannungsgefühl und leichter Wundschmerz auftreten. Taubheitsgefühle in der Wundumgebung und teilweise ein Kribbeln in den Händen sind normal und meist nur vorübergehend. Es kann jedoch Wochen bis Monate, in Einzelfällen auch länger dauern, bis sich das Gefühl normalisiert. Leichte Schwellungen und Blutergüsse im Wundbereich bilden sich meist innerhalb von 2-3 Wochen zurück. In der Regel können Sie die meisten Ihrer täglichen Aktivitäten sofort wieder ausüben. Die Verbände und ggf. Wunddrainagen werden in den ersten Tagen nach der Operation entfernt, wonach Sie wieder normal Duschen können. Auf Vollbäder wie auch übermässige Wärme (z.B. Sauna) sollten Sie hingegen mehrere Wochen verzichten, bis sich alle Schwellungen zurückgebildet haben. Die meisten Hautnähte lösen sich von selber auf und müssen nicht entfernt werden. Nicht-auflösbare Nähte werden nach einer Woche entfernt. Häufig können Sie bereits wenige Tage nach der Oberarmstraffung abhängig von den in Ihrem Beruf erforderlichen Tätigkeiten wieder arbeiten.

Nach Entfernung der Hautnähte empfehlen wir den Beginn einer intensiven Haut- und Narbenpflege mit rückfettenden Hautsalben und leichter Massage. Im Einzelfall kann eine spezielle Nachbehandlung mit Silikongel oder Silikonpflastern über 2-3 Monate sinnvoll sein. Die frischen Narben sollten über mindestens 6 Monate keiner UV-Strahlung ausgesetzt werden, um eine verstärkte Pigmentierung zu verhindern.

Nach der Operation werden Sie in regelmässigen Abständen in der AARE KLINIK nachuntersucht und der Heilungsfortschritt beurteilt bis das endgültige Operationsergebnis erreicht ist.

Wann sieht man das endgültige Operationsergebnis?

Nach der Operation können die Arme und Hände noch über einige Wochen geschwollen sein. Der Heilungsprozess verläuft allmählich und es braucht mehrere Monate bevor das Operationsergebnis abschliessend beurteilt werden kann. Die Narben können über einige Monate gerötet sein oder dunkler pigmentiert erscheinen, verblassen aber mit der Zeit und sind dann meist kaum sichtbar. Je nach individueller Präferenz können die Narben auf der Oberarminnseite platziert werden, wo sie bei herabhängendem Arm gut verdeckt sind oder eher gegen die Rückseite des Armes gelegt werden, wo sie von vorne beim Bewegen der Arme weniger sichtbar sind.

Eine Oberarmstraffung verbessert die Kontur der Oberarme und führt zu strafferen und oft auch schlankeren Oberarmen. Hierdurch kann das Selbstwertgefühl des Patienten gestärkt und die Wahl der Kleidung erleichtert werden.

Das Ergebnis einer Oberarmstraffung ist in der Regel lang anhaltend. Jedoch haben vor allem der Alterungsprozess und Gewichtsschwankungen Einfluss auf die Straffheit der Haut und das Volumen der Oberarme. Sollten Sie nach einigen Jahren mit der Form der Oberarme unzufrieden sein, kann eine Oberarmstraffung wiederholt werden.

Was kostet eine Oberarmstraffung?

Eine Oberarmstraffung dient meist der Verbesserung des Aussehens und dem psychischen Wohlbefinden und ist ästhetisch indiziert. In Ausnahmefällen, insbesondere nach massivem Gewichtsverlust, kann eine funktionelle Beeinträchtigung durch Hautfalten oder verbliebene Fettdepots vorliegen und somit eine medizinische Indikation für eine Oberarmstraffung bestehen. Die Kosten einer medizinisch indizierten Oberarmstraffung werden nach vorheriger Kostengutsprache im Einzelfall von der Krankenkasse übernommen. Die Entscheidung, ob eine Oberarmstraffung als Pflichtleistung von der Krankenkasse anerkannt und bezahlt wird obliegt nach Empfehlung des Vertrauensarztes im Einzelfall der Krankenkasse. Bei ästhetischer Indikation hingegen müssen die Kosten von der Patientin selber getragen werden.

Bei ästhetischer Indikation müssen die Behandlungskosten von der Patientin selber getragen werden. Die Kosten für eine ästhetisch indizierte Oberarmstraffung sind variabel und vor allem abhängig vom Aufwand der Operation und der Einrichtung in der die Operation durchgeführt wird (AARE KLINIK oder Spital). Ein genauer Kostenvoranschlag kann daher erst nach einem persönlichen Beratungsgespräch erstellt werden.

Die Kosten setzen sich zusammen aus:

  • Operationshonorar (inkl. Vorbesprechung und Nachsorge)
  • Anästhesiehonorar
  • Technische Leistung (AARE KLINIK/Spital)
  • Ggf. Spitalaufenthalt
  • Kompressionsärmel
  • Medikamente
  • Ggf. Diagnostik (Labor, EKG, etc.)

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