Ohrenkorrektur, Ohrenanlegeplastik (Otoplastik)

Abstehende Ohren zählen zu den häufigsten Fehlbildungen im Kindesalter. Im Gegensatz zum fernen Osten, wo man sie oft als Zeichen von Klugheit und Wohlstand betrachtet, werden abstehende Ohren in der westlichen Welt eher als belustigend empfunden. Entsprechend werden die betroffenen Kinder oft von ihren Mitschülern mit Bezeichnungen wie „Jumbo“- oder „Segelohren“ gehänselt. Daraus resultierende Scham- und Minderwertigkeitsgefühle können die Entwicklung des Selbstbewusstseins eines Kindes beeinträchtigen und lassen sich durch eine einfache Operation meist beseitigen. Auch im Erwachsenenalter können abstehende Ohren optisch als störend empfunden werden und die betroffene Person belasten, so dass auch dann eine Operation Abhilfe schaffen kann. Jedes Ohr ist individuell unterschiedlich geformt, ähnlich einem Fingerabdruck. Obwohl eine grosse Bandbreite normaler Ohrformen existiert, gibt es Idealmasse für die Form und Grösse des Ohres sowie seine Stellung zum Kopf, an denen sich die operative Korrektur orientiert. Die Ursache abstehender Ohren liegt in einer Fehlentwicklung der Ohrknorpel.
Hierunter versteht man allgemein die operative Behandlung einer Ohrfehlbildung mit dem Ziel die Ohrform zu korrigieren (Otoplastik) oder ein vom Kopf abstehendes Ohr anzulegen (Otopexie). Meist beinhaltet eine Ohranlegeplastik sowohl eine Korrektur der Ohrform als auch der Ohrstellung, weshalb die Begriffe Otoplastik und Otopexie häufig synonym verwendet werden. Fehlbildungen der Ohrform können bereits ab dem 3. Lebensjahr korrigiert werden, da in diesem Alter das Ohrwachstum bereits zu 85% abgeschlossen ist.

IST EINE Ohranlegeplastik BEI MIR SINNVOLL?

  • Eine operative Korrektur der Ohren kann sinnvoll sein, wenn eine oder mehrere der folgenden Voraussetzungen vorliegen:
  • Die Ohren stehen auffällig vom Kopf ab (Ohrprominenz)
  • Die Ohren sind asymmetrisch
  • Die Ohren sind zu gross
  • Die Ohren sind nicht normal geformt

Meist empfiehlt sich die Operation vor der Einschulung (5.-7. Lebensjahr), weil zu diesem Zeitpunkt das Ohrwachstum nahezu abgeschlossen ist und durch eine Operation im Vorschulalter dem Kind das psychologische Trauma durch Hänseleien von Klassenkameraden erspart werden kann. Sie kann aber prinzipiell auch noch später oder im Erwachsenenalter jederzeit durchgeführt werden und erfüllt dann oft einen lange gehegten Wunsch. Solange der allgemeine Gesundheitszustand eine Operation zulässt gibt es kein oberes Alterslimit für eine Otoplastik.

Wann wird eine Ohranlegeplastik durchgeführt?
Das Ohr steht normalerweise in einem Winkel von 21 bis 25 Grad vom Kopf ab. Ein grösserer Winkel führt zum Abstehen des Ohres (Apostasis otis) und kann durch eine zu grosse Ohrmuschel (Conchenhyperplasie), eine zu gering ausgeprägte innere Ohrfalte (Anthelixfaltenhypoplasie) oder eine Kombination beider Faktoren ausgelöst werden. Abstehende Ohren stellen eine leichte Form der Ohrfehlbildung dar. In schweren Fällen ist die Ohrform stärker verändert (Tassenohr), das Ohr zu klein (Mikrotie) oder das Ohrknorpelgerüst fehlerhaft oder unvollständig ausgebildet (Ohrdysplasie).

Wann wird eine Ohranlegeplastik durchgeführt?

Das Ohr steht normalerweise in einem Winkel von 21 bis 25 Grad vom Kopf ab. Ein grösserer Winkel führt zum Abstehen des Ohres (Apostasis otis) und kann durch eine zu grosse Ohrmuschel (Conchenhyperplasie), eine zu gering ausgeprägte innere Ohrfalte (Anthelixfaltenhypoplasie) oder eine Kombination beider Faktoren ausgelöst werden. Abstehende Ohren stellen eine leichte Form der Ohrfehlbildung dar. In schweren Fällen ist die Ohrform stärker verändert (Tassenohr), das Ohr zu klein (Mikrotie) oder das Ohrknorpelgerüst fehlerhaft oder unvollständig ausgebildet (Ohrdysplasie).

Wie wird eine Ohranlegeplastik durchgeführt?

Zur Behandlung abstehender Ohren stehen eine Vielzahl von Operationsverfahren zur Verfügung. Welches Verfahren bei Ihnen bzw. Ihrem Kind empfehlenswert ist hängt davon ab, welche Ursache die Ohrprominenz hat. Die Form des Ohres wird durch sein Knorpelgerüst bestimmt. Entsprechend werden bei einer Ohranlegeplastik gezielt die Anteile des Ohrknorpels verändert, die fehlgebildet sind. So kann die vordere Ohrfalte geformt und /oder die Ohrmuschel verkleinert oder angewinkelt werden. Korrekturen der vorderen Ohrfalte lassen sich durch einen Hautschnitt auf der Aussenseite des Ohres vornehmen, der in der äusseren Ohrfalte verdeckt liegt. Zur besseren Formbarkeit wird der Ohrknorpel im Bereich der vorderen Ohrfalte teilweise eingeritzt oder mit einem Diamantschleifkopf geschwächt und die Form ggf. zusätzlich durch innere Nähte stabilisiert. Eine zu grosse Ohrmuschel lässt sich über einen Hautschnitt auf der Rückseite des Ohres verkleinern oder mit Nähten an den Kopf anlegen. Die Narbe wird dann durch das Ohr verdeckt. Teilweise muss bei einer grossen Ohrmuschel sowohl Knorpel als auch Haut entfernt werden oder ein abstehendes oder zu grosses Ohrläppchen angelegt oder verkleinert werden, was ebenfalls über Hautschnitte auf der Rückseite des Ohres möglich ist. Die Operation beider Ohren dauert etwa 1.5 bis 2 Stunden und kann bei Kindern, je nach Alter und Reife, in Narkose oder sogar Lokalanästhesie stationär oder ambulant durchgeführt werden. Bei Erwachsenen ist der Eingriff meist ambulant in Lokalanästhesie möglich.

Welche Risiken hat die Ohranlegeplastik?

Keine Operation ist ohne Risiko, dies gilt auch für Ohranlegeplastiken und die Korrektur anderer Ohrfehlbildungen. Die individuellen Risiken lassen sich am besten in einem persönlichen Beratungsgespräch erörtern.

Die allgemeine Operationsfähigkeit muss gegeben sein. Sie wird bestimmt vom Alter des Patienten, von seinem Allgemeinzustand, etwaigen Krankheiten oder der Medikamentenpflichtigkeit. Bei einem Wahleingriff wie der Ohranlegeplastik werden hier wesentlich strengere Maßstäbe angelegt als bei einem medizinisch notwendigen Eingriff.

Allgemeine Risiken des operativen Eingriffs sind:

  • Hämatom (Bluterguss), Blutung und Schwellung
  • Wundheilungsstörung oder -infektion
  • Verletzung von tieferliegenden Strukturen
  • Taubheitsgefühl (vorübergehend oder permanent) im Operationsgebiet
  • Durchblutungsstörung der Ohrhaut
  • Narben (Narbenhypertrophie / Keloid)
  • Asymmetrie
  • Tast- oder sichtbare Nähte, Nahtruptur, Infektion und Perforation
  • Rezidiv (Wiederauftreten der Ohrfehlbildung)
  • Unbefriedigendes ästhetisches Ergebnis
  • Korrekturoperationen

Insgesamt ist eine Ohranlegeplastik in der Hand des erfahrenen Plastischen Chirurgen ein sicherer, komplikationsarmer Eingriff mit hoher Patientenzufriedenheit. Sie bzw. Ihr Kind können dabei mithelfen bestimmte Risiken zu minimieren, indem Sie die Verhaltensregen befolgen, die wir Ihnen vor und nach der Operation empfehlen.

Wie verhalte ich mich vor der Operation?

Unser Ziel ist es Ihnen bzw. Ihrem Kind die Operation selbst als auch die Zeit davor und danach so angenehm wie möglich zu gestalten. Durch einige Verhaltensregeln können Sie uns und sich hierbei unterstützen.

Ihr Kind sollte nicht schwer erkältet oder anderweitig akut erkrankt sein.

Für Raucher/innen ist ratsam das Rauchen 2 Wochen vor und nach der Operation einzustellen, da Rauchen die Wundheilung beeinträchtigen kann. Bestimmte Medikamente, die das Risiko von Blutungen erhöhen, wie Aspirin, nicht-steroidale Entzündungshemmer sowie einige Vitaminpräparate und homöopathische Mittel sollten ebenfalls 2 Wochen vor der Operation abgesetzt werden. Sie erhalten hierzu von uns vor der Operation genaue Instruktionen.

Otoplastiken werden meist ambulant in Lokalanästhesie oder Narkose durchgeführt. Bei einer Operation in Narkose sollten Sie sicherstellen, dass Sie nach der Operation abgeholt und zuhause über die nächsten 24 Stunden kontinuierlich betreut werden.

Wie verläuft der Operationstag?

Ohrkorrekturen bei älteren Kindern (> 7 Jahre) und Erwachsenen können meist ambulant in Lokalanästhesie in der AARE KLINIK durchgeführt werden. Bei kleinen Kindern (< 6 Jahre), die eine Lokalanästhesie nicht tolerieren, wird der Eingriff in Narkose vorgenommen, die entweder ambulant in der AARE KLINIK oder stationär im Privatspital erfolgen kann.

Während der Operation erhalten Sie nach Bedarf Medikamente zur Ihrem Wohlbefinden. Gelegentlich kann die Lokalanästhesie durch eine intravenöse Sedierung ergänzt werden. In diesem Fall werden zu Ihrer Sicherheit während der Operation u.a. Puls, Blutdruck und Sauerstoffgehalt im Blut überwacht.

Am Ende der Operation werden die Ohren mit einem speziellen Pflasterverband und einem weichen Kopfverband geschützt, der bis zum Entfernen der Hautnähte über eine Woche belassen wird.

Erfolgt die Operation in Lokalanästhesie, können Sie bzw. Ihr Kind die Praxis in Begleitung unmittelbar nach dem Eingriff wieder verlassen, nachdem Sie von uns sämtliche Instruktionen für das Verhalten nach der Operation und die Einnahme der Schmerzmittel erhalten haben.

Nach ambulanten Narkosen sollte Ihr Kind zuhause in den ersten 24 Stunden kontinuierlich betreut werden. Sie erhalten von uns alle notwendigen Instruktionen für die Nachbetreuung sowie Verhaltensregeln im Falle von Komplikationen oder unerwarteten Ereignissen.

Was passiert nach der Operation?

Es ist wichtig zu wissen, dass die Erholungszeit nach jeder Operation individuell variiert. In der ersten Woche nach der Operation sollten Sie bzw. Ihr Kind sich körperlich schonen und mit leicht erhöhtem Kopf auf dem Rücken schlafen. Nehmen Sie nur die Ihnen verordneten Schmerzmittel und keine Medikamente die Aspirin oder andere gerinnungshemmende Substanzen enthalten.

Der Kopfverband wird meist über eine Woche belassen und kleine Wunddrainagen werden am zweiten Tag nach der Operation entfernt. Nach der Entfernung des Kopfverbandes sollten Kinder über 2 Wochen am Tag und über 4 Wochen in der Nacht ein Stirnband tragen, welches das Ohr insbesondere im Schlaf vor einem Abknicken bewahrt, bis die Ohrform stabil verheilt ist. Bei Erwachsenen genügt meist ein nächtlicher Schutz oder ein Stirnband über 7-10 Tage. Die Haare können nach Entfernen des Pflasterverbandes wieder gewaschen werden. Die Hautnähte werden nach 7-10 Tagen entfernt. Anstrengende Aktivitäten und Sport sollten Sie in den ersten Wochen nach der Operation vermeiden, ebenso wie übermässige Wärmeexposition (z.B. Sauna) oder Anwendung von UV-Licht (z.B. Solarium).

Leichte Schwellungen und Verfärbungen der Ohrhaut sind anfangs normal. Starke oder rasch zunehmende Schwellungen und Schmerzen können hingegen Zeichen eines Blutergusses oder einer Infektion sein und müssen behandelt werden, da es sonst zu einer irreversiblen Schädigung der Ohrhaut und des Ohrknorpels kommen kann.

Nach der Operation werden Sie in regelmässigen Abständen in der AARE KLINIK nachuntersucht und der Heilungsfortschritt beurteilt bis das endgültige Operationsergebnis erreicht ist.

Wann sieht man das endgültige Operationsergebnis?

In den ersten Wochen nach der Operation können die Ohren noch geschwollen, leicht verfärbt und berührungsempfindlich sein. Die endgültige Form ist erst nach vollständiger Abschwellung nach 2-3 Monaten möglich. Die Narben können anfangs gerötet und etwas verdickt sein. Wulstige (hypertrophe) Narben oder Narbenwucherungen (Keloide) können im Einzelfall eine Nachbehandlung mit speziellen Silikonauflagen oder Kortisoninjektionen erfordern.

Das Ergebnis einer Ohranlegeplastik ist in der Regel dauerhaft. Jedoch kann es durch die biologische Rückstellkraft des Ohrknorpels oder das Ausreissen von Nähten gelegentlich zu einem Wiederauftreten der Ohrdeformität kommen. Kein Ohr ist identisch und daher auch keine 100-prozentige Symmetrie der Ohrform und Stellung möglich. Eine vorbestehende Asymmetrie der Kopf- oder Ohrform sowie die Wundheilung und Narbenbildung haben Einfluss auf das Ergebnis und können auch nach der Ohranlegeplastik eine leichte Seitendifferenz verursachen.

Was kostet eine Ohranlegeplastik?

Im Kindesalter werden operative Korrekturen von abstehenden Ohren und anderen Ohrfehlbildungen im Einzelfall von den Krankenkassen als Pflichtleisung anerkannt. In diesem Fall muss vor der Operation eine Kostengutsprache eingeholt werden, da die Entscheidung nach Empfehlung des Vertrauensarztes der Krankenkasse obliegt. Im Erwachsenenalter stellt eine Ohranlegeplastik hingegen eine ästhetische Operation dar, deren Kosten vom Patienten selber getragen werden müssen.Die Kosten für eine ästhetische Ohranlegeplastik sind variabel und vor allem abhängig vom Aufwand der Operation und der Einrichtung in der die Operation durchgeführt wird (AARE KLINIK oder Spital). Ein genauer Kostenvoranschlag kann daher erst nach einem persönlichen Beratungsgespräch erstellt werden.

Die Kosten setzen sich zusammen aus:

  • Operationshonorar (inkl. Vorbesprechung und Nachsorge)
  • Anästhesiehonorar
  • Technische Leistung (AARE KLINIK/Spital)
  • Ggf. Spitalaufenthalt
  • Stirnband
  • Medikamente
  • Ggf. Diagnostik (Labor, EKG, etc.)

WIE bekomme ich einen Termin in der AARE KLINIK?

Termine zur Korrektur der Ohren erhalten Sie über unser Kontaktformular (hier klicken), oder durch direkten Anruf 031 333 01 07 in der AARE KLINIK.

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